Anleitung
Vierzehn Schritte, in der Reihenfolge, in der sie in der App vorkommen. Was Sie sich dabei notieren müssen, steht jeweils dabei.
Beim ersten Start wählen Sie, woraus der Schlüssel entstehen soll. Drei Wege stehen zur Wahl, und sie lassen sich kombinieren:
Unter Bedingungen lässt sich der ganze Tresor an den Ort binden, an dem Sie gerade stehen. Danach entsteht der Schlüssel nur dort. Sie bekommen dabei einmalig einen Notfallcode zu sehen — schreiben Sie ihn ab, bevor Sie weitergehen. Ohne diesen Code und ohne diesen Ort ist der Tresor endgültig zu.
In derselben Datei kann ein zweiter, unabhängiger Tresor mit eigenem Passwort liegen. Der zweite Platz existiert immer — auch wenn Sie ihn nie einrichten, und ein leerer Platz sieht auf der Festplatte genauso aus wie ein voller. Deshalb lässt sich von außen nicht sagen, ob es einen zweiten Tresor gibt.
Titel, ein Ortsname in Ihren eigenen Worten, die Notiz. Dazu wahlweise Koordinaten (Knopf GPS) und bis zu sechs Fotos aus Galerie oder Kamera. Alles davon liegt verschlüsselt im Tresor.
Der Schalter Zeitstempel gilt nur für Aufnahmen mit der Kamera in der App und ist standardmäßig aus. Ist er an, geht der SHA-256-Prüfwert des Bildes an beattime.live — nie das Bild. Sind Sie gerade offline, wird das Foto trotzdem gespeichert und der Nachweis als „ausstehend“ vermerkt; Sie können ihn später nachholen.
Zeitkapseln sind pro Tresor abschaltbar und ab Werk aus. Einschalten unter Einstellungen → Sicherheit → Zeitkapseln. Der Hinweis dort nennt den einzigen Preis dieser Funktion: zum Öffnen wird eine Internetverbindung gebraucht.
Im Eintrag den Schalter Bis zu einem Datum versiegeln umlegen und den Moment wählen. Beim Speichern wandert der Notiztext in eine Kapsel; im Eintrag selbst bleibt er nicht liegen — eine Kopie daneben würde die ganze Sache zur Kulisse machen.
Der Schalter Nur an diesem Ort öffnen bindet die einzelne Notiz an das Rasterfeld, in dem Sie gerade stehen. Diese Funktion braucht kein Netz. Anschließend erscheint einmalig der Notfallcode für den Ort — er wird nirgends gespeichert, weil er sonst neben dem Schloss läge und es wertlos machen würde.
Beide Schalter dürfen gleichzeitig an sein. Dann braucht die Notiz den Moment und den Ort, und keines der beiden allein genügt.
Im Eintrag steht, worauf sie wartet, und wie lange noch. Der Knopf ist immer anwählbar, auch vorher — nicht aus Nachlässigkeit: die ehrliche Antwort kommt von den Beacons, nicht von der Uhr dieses Telefons. Was Ihnen die App danach sagt:
Nach dem Öffnen entscheiden Sie: versiegelt lassen, oder den Text zurück in die Notiz schreiben. Das zweite hebt das Schloss endgültig auf.
Das Symbol in der Kopfzeile öffnet alle Zeitnachweise des Tresors auf einmal, jeder neben dem Foto und dem Eintrag, zu dem er gehört. Gesucht wird nach Eintrag, Dateiname oder Prüfwert — Letzteres ist der Fall, wenn Ihnen jemand ein Zertifikat vorlegt und Sie das zugehörige Foto suchen.
Einstellungen → Daten → Tresordatei exportieren schreibt die verschlüsselte Datei dorthin, wo Sie sie hinlegen wollen. Sie ist ohne Ihre Schlüssel wertlos, darf also auf einen Stick, in eine Cloud, in einen Anhang. Die Datei enthält immer beide Plätze.
Der Wiederherstellungscode einer Zeitkapsel liegt im Tresor und öffnet allein nichts: vor dem Moment nützt er niemandem, weil die Beacons schweigen. Sie können ihn trotzdem abschreiben — dann kommen Sie nach dem Öffnungstag auch dann an die Notiz, wenn der Tresor verloren ginge.
Neues Gerät, App installieren, exportierte Datei importieren, mit denselben Schlüsseln öffnen. War der Tresor an einen Ort gebunden, gehen Sie dorthin — oder nehmen den Notfallcode. Ein Konto, das man zurücksetzen könnte, gibt es nicht, und das ist Absicht.